20111106

Alfred 23 Harth

"...one of the best kept German secrets of the last four decades, also a visual artist and photographer, currently on tour with Otomo Yoshihide New Jazz Ensemble and Orchestra..."

"Jazz e Arredores",Portugal 12/2006



Siehe auch:
Interview by Massimo Ricci (2008)
Interview by Clifford Allen (2009)
Interview by Simon Morley (2013)


Sechziger Jahre des 20.Jhdts.

1961 begann Alfred Harth Klarinette zu spielen, erhielt kurzfristig Improvisationsunterricht bei Carlo Bohländer und Emil Mangelsdorff, zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund, Trompeter Winfried Szameitat und Banjospieler Bernd K. Otto.


1965

gründete Harth zunächst bereits in der Schulzeit eine New Orleans Band mit Winfried Szameitat (tp), Bernd K. Otto (banjo) und Bernds Bruder Eckhard am Waschbrett.

Ab Ende September lernte Harth zusätzlich Tenorsaxofon und gründete das Alfred-Harth-Jazztett mit "modern jazz" im (u.a.) "club h" in Frankfurt/M im Keller seines Elternhauses.


1967

Mit seinem Essay  Über Synästhesie“  begann er seine kreativen Horizonte einer großen Vielfalt von künstlerischen Bereichen zu öffnen.
In die frei improvisierende Gruppe "Just Music" (mit Thomas Cremer, Johannes Krämer, Thomas Stoewsand, Peter Stock, Franz Volhard u.a.) bezog er klassische Streicher ein und begann zu komponieren.

Den Jazzclub 
"herweiterte er zur Plattform "centrum freier cunst für improvisierte Live-Musik, Kunstausstellungen, Experimentalpoesie, Happenings und andere Aktionen. 


1968

Mit dem Ensemble "Just Music“ gab es einen ersten Fernsehauftritt in einem TV-Feature über Franz Mon in Mainz neben diversen anderen Konzerten. 
Harth traf im Berliner "Zodiak Arts Lab" erstmalig auf Sven-Ake Johansson, während einer Free Jazz Session mit auch Rüdiger Carl u.a..
Harth machte Abitur am Goethe-Gymnasium Frankfurt/Main mit Hauptfach Kunst.


1969 

begann Harth ein Studium für Design für ein Semester an der HfG Offenbach mit einem Fluxuskonzert, veröffentlichte mit der Gruppe "Just Music" seine erste Schallplatte auf ECM 1002 und begann eine Zusammenarbeit/Partnerschaft mit der belgischen Künstlerin und Freejazz-Pianistin Nicole Van den Plas.

Siebziger Jahre des 20.Jhdts.

1970 gab Just Music“ ein einmonatiges Gastspiel im Pariser Theatre Lucernaire“, traf Mitglieder des Chicagoer AACM, Rundfunkaufnahmen in Prag und Frankfurt, spielte auf Festivals in Avignon, im belgischen Bilzen, Breslau, Prerov und Frankfurt am Main mit einem Auftritt Harths im European Free Jazz Orchestra“ unter Leitung von Mitgliedern des Art Ensemble of Chicago. Harth gab die LP 4.Januar 1970 im Eigenverlag heraus (A23H Vinyl) und studierte zwei Semester Philosophie und Soziologie, sodann Kunstpädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und wurde nach dem Zivildienst 1973/74 Kunsterzieher in den Jahren 1975–78.

Um 1970 wohnte Harth mit Nicole van den Plas auch teilweise in Belgien, wo sich in Brügge und Antwerpen eine besonders fruchtbare Free Jazzszene entwickelt hatte, gab dort Konzerte mit ihr, Paul Lovens, Peter Kowald u.a. und gründete 1972 die Gruppe "E.M.T." (Energy/Movement/Totale, 1972-75) mit Van den Plas und dem schwedischen Schlagwerker Sven-Åke Johansson (LP Canadian Cup Of Coffee (auf SAJ/FMP) and 2CDRs unreleased EMT). Fotos von E.M.T.

In dieser Zeit um 1973 herum gehörte Harth zeitweise auch zu Gunter Hampel's Galaxie Dreamband“ und knüpfte erste Verbindungen zur New Yorker Szene, namentlich Perry Robinson, John Fischer, Jay Clayton, Lawrence Cook, den Brubecksöhnen u.a., mit denen er Mitte der 1970er Loft-Konzerte in New York City gab. Zurück in Frankfurt gründete Harth mit dem damaligen Jazzrock-Keyboarder Heiner Goebbels das "Duo Goebbels/Harth (1975 –1988), das unter anderem durch seine Hanns Eisler- und Johann-Sebastian-Bachbearbeitungen bekannt wurde mithilfe Harths früherem Kontakt zu FMP. Ein zweites Duo mit dem Schlagzeuger Uwe Schmitt wurde 1976 um den Bassisten Buschi Niebergall zum Trio erweitert. (Literatur:"Jazz Musik Kritik", Wilhelm E.Liefland, Verl. Raimund Dillmann). Diese erste Besetzung des "Buschi Niebergall Trio" tourte in Österreich, Konzerte in Frankfurt/M u. a. sowie Berlin im Rathaus Charlottenburg bei FMP im Mai 1977.

Von 1976 bis 1981 gehörten Harth mit Goebbels zum Kern des "Sogenannten Linksradikalen Blasorchester"s, einer Grossformation, die Aktionen der Frankfurter Spontiszene musikalisch begleitete (zwei LPs, bzw. CD). Joachim-Ernst Berendt bezeichnete die zweite Duo Goebbels/Harth LP Vom Sprengen des Gartens von 1979 als den wichtigsten deutschen Jazz-Tonträger der 70er Jahre und produzierte 1981 mit Goebbels/Harth die "Jazz&Lyrik" LP  Zeit wird knapp mit Texten von Bertolt Brecht. Daneben beginnt Harth, erweiterte Medien wie Tonband-Loops, field recordings und Objets Trouvés in seine Musik zu integrieren und stellte seine künstlerischen Arbeiten 1963-78“ im Atelier Christian Hanussek in Frankfurt aus. Ab 1977 gab er bis Anfang der 90er privaten Saxofonunterricht.

1979 gründete er zusammen mit Christoph Anders eine Punk-Jazzgruppe, die als ein role model für die spätere Gruppe Cassiber gilt. Harth komponierte eine Theatermusik zu Der Brotladen“ von Bertolt Brecht für musizierende Schauspieler der freien Theatergruppe "schlicksupp teatertrupp". Er hatte seit 1974 Theatermusikerfahrung im Schauspiel und TAT Frankfurt gesammelt.

Achtziger Jahre des 20.Jhdts.

Mit dem Ziel, Punk, Jazz und klassische Musik clash-artig zusammenzuführen, initiierte Harth 1980 für Anders, Goebbels, Paul Lovens, Rolf Riehm, Annemarie Roelofs und ihn selbst die LP Es herrscht Uhu im Land (auf JAPO/ECM, A23H Vinyl) - diese enthält eine erste A23H-William-Burroughs-Hommage "Burroughs Haiku". Diese Synthese wurde in der von Harth mitbegründeten Gruppe Cassiber (Anders, Goebbels, Chris Cutler, A23H  - "the best band of the entire 80's"(David Kerman in 2012) - weiterverfolgt, mit der er von 1982 bis 1985 auf vielen Konzertreisen in Europa sowie Brasilien und auf internationalen Festivals auftrat. Harth komponierte 1981 für das Musiktheaterstück "Abrazzo-Oper" (mit Goebbels, Krämer, Riehm, Roelofs, Schmitt und dem Schauspieler Peter Franke) für die Ruhrfestspiele Recklingshausen, spielte für die Rolf Riehm Produktion "Machandelboom"(A23H Vinyl) und Riehms Filmmusik zu  "Septemberweizen" (Regie: Peter Krieg) mit ein. Harth ist auch an den Filmmusiken zu "Der subjektive Faktor" (1981) und "Der Beginn aller Schrecken ist Liebe" von Helke Sander beteiligt.
Das Duo Goebbels/Harth produzierte die LPs "Der durchdrungene Mensch/Indianer fuer morgn"(1981), zusammen mit Dagmar Krause und Ernst Stoetzner "Zeit wird knapp" zu Texten von Bertolt Brecht (1981) und "Frankfurt-Peking" (1984).

1982 gründete Harth das Nonett Reklame der Wirklichkeit“ mit u.a. Uwe Schmitt und Elvira Plenar unter Live-Einbeziehung von Cassetten-Montagen und trat mit dem Duo Goebbels/Harth + Dagmar Krause auf dem Moers Festival auf.
Aufgrund einer Anfrage von Burkhard Hennen konzipierte Harth die Kompositionsidee für die Projektgruppe Duck & Cover (mit Tom Cora / Chris Cutler / Fred Frith / Goebbels / Dagmar Krause / George Lewis / ihm selbst)(A23H Vinyl), die 1983 auf dem Moers Festival, auf dem Jazzfest Berlin und 1984 in Ost-Berlin auftrat. 1983 gab es einen Recording-Workshop Cassix mit Chris Cutler, Franco Fabbri, Umberto Fiori, Heiner Goebbels, Pino Martini u. ihm selbst auf Einladung des Senders RAI in Italien.

Manfred Eicher von ECM gab ihm 1982 den Auftrag für Konzept und Komposition der Platte This Earth!(A23H Vinyl). 1987 greift Harth diese Besetzung mit Paul Bley, Barre Phillips, Maggie Nicols und Trilok Gurtu nochmals auf durch eine Doris Lessing-Bearbeitung Bemerkungen über den Planet Shikasta“ unter sängerischer Verstärkung von Phil Minton: Festival Musica Viva Strasbourg, Parc de l'Orangerie und Alte Oper Frankfurt/M (siehe auch "Der Frankfurt Sound", Jürgen Schwab, Societätsverlag).

Harth unterhielt von 1984 bis 1991 die Avantgardegalerie 'waschSalon', sowie deren Innenstadtzweigstellen, in Frankfurt am Main, für die er 1988/9 Erweiterungsbauten erstellte. Dort initiierte er 1984 ein Telefon-Weltkonzert, ist 1986 Teilnehmer des grossen Unterwasserkonzert-Events von Micky Remann in Frankfurt/M und eines Telefon-Weltkonzerts in der Schirn Frankfurt/M.
Harth begann Sampler, Performances und Videos in seine Musik einzubauen, gründete die Gruppe Gestalt et Jive(Steve Beresford, Ferdinand Richard, Uwe Schmitt, Anton Fier, Peter Hollinger - 1984-88, A23H Vinyl) mit einem Auftritt auf dem Moers Festival 1984, ausserdem Teilnahme Harths am World Music Meeting 1984“ (mit LP) des SWF, durch Einladung von Joachim-Ernst Berendt.
1984 komponierte und leitete Harth Die Frankfurter Stadtoper mit etwa 250 Beteiligten auf dem Römerberg Frankfurt und verfasste hierzu ein Arbeitstagebuch (in "Klangbilder 1" von Juergen Abi Schmitt (Hrsg.)/JAS).
Für das Residenztheater München komponierte er 1984 mit Heiner Goebbels für das Theaterstück Nach Aschenfeld, das der Schriftsteller F.K.Waechter zusammen mit den beiden Komponisten Goebbels und Harth und den Schauspielern Michael Altmann und Heinz-Werner Kraehkamp verfasst hatte. „Nach Aschenfeld“ wurde von den Komponisten/Musikern mit den beiden Schauspielern 25 Mal (live) am Residenztheater aufgeführt und 1985 für zwei Auftritte in der ersten Kulturhauptstadt Europas, Athen, ausgewählt. Weiterhin komponierte Harth 1984 für das Nationaltheater Mannheim zu Frühlingserwachen“ (Wedekind) unter Einbeziehung des Pianisten Bob Degen und 1988 für das Schillertheater Berlin zu Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“(Arrabal), was 25 Mal live mit ihm und Elvira Plenar gespielt wurde. 1+9+8+5 fügte Harth die Zahl 23 in seinen Namen ein: Alfred 23 Harth oder A23H (Literatur:"Die Zersplitterung", Alfred 23 Harth, Wolke Verlag Hofheim). Das Duo Goebbels/Harth tourt 1985 in Argentinien, Chile, Columbien, Venezuela, Mexiko und 1986 in Brasilien.

Die Platte Anything Goes (1986), (A23H Vinyl), ist Harths erste Remix-Arbeit. 1986 gabs ein TMM-Saxophone-Special eines Duos Dietmar Diesner/A23H in Westberlin, trat ein Duo Alfred 23 Harth / John Zorn auf dem Moers Festival (u.a.) auf und machte Einspielungen. Mit Peter Broetzmann hatte Harth ebenfalls ein Saxofonduo, das die LP "Go-No-Go" (FMP) aufnahm. 1987 tourte das Trio Peter Brötzmann / 23 Harth / Sonny Sharrock und Harth stellte zusammen mit Günter Müller die Projektband "Aleister und Alice" (Sonny Sharrock, Phil Minton, Günter Müller, Andres Bosshard, A23H) für das Jazzfestival Willisau zusammen. In Besetzungen mit Sonny Sharrock, Peter Broetzmann, Jim Meneses und Louis Moholo, sowie Broetzmann, Danny Davis, Lars Rudolph, Jay Oliver und Louis Moholo spielte er beim FMP-Workshop Freie Musik '87 in der Akademie der Künste Berlin.
1987–93 war Harth Mitglied in Lindsay Cooper’s Gruppe Oh Moscow“ mit Auftritten auf den Jazzfestivals Zürich (1987), Frankfurt (1988), Victoriaville (1989), Moskau (1991), London(1993) u.a.. 
1987 spielte das Duo Goebbels/Harth auf dem Festival International de Musique Actuelle in Kanada die CD "Live a Victoriaville" ein und performte dort mit einem Projekt "Der Mann Im Fahrstuhl" zusammen mit Heiner Müller, Andre Duchesne, Arto Lindsay, Chris Cutler und Fred Frith. 
Harth begann, für den Hessischen und Bayrischen Rundfunk (u.a.) Hörspiele zu produzieren mit Texten von Jürgen Ploog, Villem Flusser, Jean Baudrillard, Gertrude Stein, Friedrich Kittler u.a.. 

1988 gründete Harth La Guardia mit Stephan Wittwer, Lars Rudolph, Witn Wito, und sodann eine postmoderne Gruppe Vladimir Estragon mit Ulrike Haage, FM Einheit, Phil Minton (CD "Three Quarks For Muster Mark", enja/tip toe, 1989)

Neunziger Jahre des 20.Jhdts.

In den Jahren 1989 bis 1996 war Harth oft in Paris und produzierte die CD Sweet Paris (Texte von Wolf Pehlke) als Liebeserklärung an diese Stadt. Im Jahr 1990 stellte er William S. Burroughs’ Paintings on Papers“ in der Galerie waschSalon’ in Frankfurt aus, zu deren Vernissage Burroughs anwesend war. Im gleichen Jahr komponierte er für das Schauspielhaus Düsseldorf zu Antigone (Sophokles) und 1992 für das Deutsche Theater Berlin zu Elysian Park. Die Autorin Marlene Streeruwitz untersagte die Aufführungen dieser Theaterfassung. 1990 zeigte A23H seine Werkschau "Fu 2324" im Frankfurter Dominikanerkloster, wofür er Heinz Sauer einlud, mit ihm als Duo Parcours Bleu a Deux“ unter Einbeziehung von pedalgesteuerten live-electronics zu spielen. Dieses Duo spielte auch 1992 in San Francisco und auf dem Jazzfestival Vancouver. Harth stellte Infos über Live-Recordings von diesen Auftritten unter "Die kainitische Stadt über Abels Gebeinen" ins Internet: www.recout.de

1990 gründete Harth das Trio Trabant a Roma“ mit Lindsay Cooper und Phil Minton, Auftritte auf Festivals in Budapest und Musica Viva Strasbourg (1991), FMP Summer Music 1993 u.a. folgten. 1992 war A23H auf Einladung des Moscow-TV zu Dreharbeiten über ein Portrait von ihm in Moskau und St.Petersburg. Der gekürzte Film "Balance Action" wurde 1993 auf den Oberhausener Kurzfilmtagen und der Frankfurter Filmschau gezeigt. Harth spielte 1992 in Marie-Luise Thieles Ballett "Pas de danse, pas de musique" (Freies Tanztheater Frankfurt) live mit Andreas Scheufler, Vitold Rek, Tom Nicholas (Alte Oper Frankfurt, documenta Tansfestival etc) und gründete das QuasarQuartet“ mit Simon Nabatov, Vitold Rek/Mark Dresser und Vladimir Tarasov mit dem er 1993 u.a. auf dem Festival Saalfelden spielte, mit Oh Moscow“ (Lindsay Cooper, Sally Potter, Phil Minton, Hugh Hopper, Elvira Plenar, Veryan Weston, Marilyn Mazur, Chris Cutler, Charles Hayword) auf den Festivals in Moskau & Wolgograd (1991) und London (1993).

Auf Anregung von Christoph Korn gründete Harth 1993 das Forum Improvisierender Musiker/Frankfurts Indeterminables Musiqwesen“ (FIM), das monatliche Sessions und Konzerte veranstaltete. Er initiierte ein alljährliches FIM-Festival, das FIM-Orchester (Leitung:Rüdiger Carl), drei Open-air FIM-meetings "Jazzferien" 1995, 1996 und 1998, eine FIM-compilation (1993-1998) und das print-on-demand internet-label recout (1996-2000).
1993-95 veranstaltete Harth das Kunstkonzept Gedankenhotel, war 1994 Mitglied der Künstlergruppe Delikatesy Avantgarde“ mit Ausstellungen in Danzig und zeigte im Frankfurter Deutschen Filmmuseum seine Werkschau Tensides“, wo er u.a. auch den jungen Schlagzeuger Bertram Ritter miteinbezog, CDR auf recout

1994 spielte Harth in einer Theaterbearbeitung von Schuberts Winterreise“ Saxofon, unter anderem 14 Tage lang am La MaMa theatre in New York. 1995 machte er in NYC Trioaufnahmen "Feather Than God" mit Fred Hopkins und Dougie Bowne, CDR auf recout, und begründete im Auftrag des Jazzfestival Frankfurt die Gruppe Golden Circle mit David Murray, Fred Hopkins, Dougie Bowne, ihm selbst, worin er traditionelle koreanische Musik bearbeitete. 
1996 produzierte Harth die CD Pollock, bestehend aus neuen Sample-Kompositionen seiner vergriffenen LPs. Im gleichen Jahr veröffentlichte Otomo Yoshihide die CD Revolutionary Pekinese Opera ver.1.28 unter Einbeziehung von Harth’s Bearbeitung der "Peking Oper", die er 1984 zusammen mit Goebbels ebenfalls auf eine frühe Art gesamplet hatte.
1997 spielte Harth im Trio mit Hamid Drake und Kent Kessler im "Empty Bottle", Chicago, und bearbeitete die West Side Story“ für das Schauspiel Frankfurt, stellte dafür eine Theaterband (Martin Lejeune, Stefan Lottermann, Günter Bozem, Peter Antony & er selbst) zusammen. Unter seiner musikalischen Leitung wurde das Musical bis 1998 fünfzig Mal aufgeführt. Er begründete ein zweijähriges Duo mit dem Saxofonisten des Ensemble Modern, Wolfgang Stryi, CDR auf recout, die zwei Jahre währende Band HaLe PeAt“ mit Harry Petersen, Martin Lejeune und Bulent Ates, CDR auf recout, eine zweijährige Arbeitsphase im Duo mit Uwe Oberg: Live-Musik zu alten Avantgardefilmen und 1998-2000 das Noise-Art-Quartett Imperial Hoot“ unter Einbeziehung des Sound-system-spielers Marcel Daemgen, Christoph Korn und Günter Bozem, sowie eine kurzlebige Formation "Cassini" (Marcel Daemgen, Christoph Korn, Martin Lejeune, Stefan Lottermann, Harry Petersen, Bulent Ates & er selbst).
1999 gab es wieder eine Berührung mit Peter Kowald, nach Studioeinspielungen "Region 2 for seconds" mit ihm im Jahr zuvor. Zusammen mit Xu Fengxia spielten sie zu dritt auf dem Puschkin Festival in Moskau, ebenfalls zu einem alten Stummfilm. Gleichenjahrs erschien eine Kooperation mit Blixa Bargeld innerhalb der Videokompilation "Winterspruch", die auf der Musik der Kompilations-CD "Arbeit" basiert.
2000 stellte Harth für Festivals in Prag und Freiberg die Gruppe Tattoo“ mit Ernst Seitz, Manuel Lohnes, Günter Bozem und ihm selbst zusammen (CDRs "eclectronic voodoo" und "Mir, Piercing The Pacific"), welche sodann vorerst für längere Zeit seine letzte deutsche Band war.

Zweites Jahrzehnt des 21.Jhdts.

Im Jahr 2010 arbeitete Harth weiterhin akusmatisch. Im März erschien ein Feature über ihn in einem koreanischen Fotomagazin.
Er veröffentlichte die CDR „ @ blankies end“ (Laubhuette Production M28).
Im April erschien in Deutschland ein mehrseitiger Harth-Textbeitrag in testcard # 19: „Paradox im Land des erfüllten Wunsches“.
"Gift Figmit Harth & Carl Stone & und den Gästen Kazuhisa Uchihashi, Samm Bennett  spielten im Super Deluxe, Tokio, nachdem A23H zuvor an der Chukyo Universität in Nagoya eine Lecture gegeben hatte.
Im Mai erschien im britischen Magazin The Wire (315) ein umfangreiches Feature über die Musikszene in Seoul, „City of Secrets“. Harth hatte für den Autor dieses Artikels, Nat Roe, jede Menge Informationen recherchiert und bereitgestellt.
Harth resümierte seine bisherigen musikalischen Aktivitäten in Korea unter A Decade in Korea.
Die legendäre Gruppe Faust veröffentlichte eine 2CD "Faust Is Last", auf dem Track „X-Ray“ spielt Harth Sax.
In Seoul, Arko Arts Theatre, Auftritte mit dem Tanzstück Memories der Choreographin Kim Young-hee, zusammen mit Park Changsoo, Jang Jae-hyo, Kang Gwon-soon.
Und auf dem Free Music Festival Seoul mit Kim Sung Wan und Jean Oh unter Verwendung des Harthvideos "Hypna Clytemnestra". Die drei hatten bereits im Mai zusammen mit Christophe Albertijn ein Konzert im Yogiga, Seoul, gegeben.
Er veröffentlichte im Juli/August in Youtube Kostproben seiner Laubhuette Productions.

Anfang 2011 erschien bei Kendra Steiner Editions, USA, eine limitierte A23H Solo-CD micro-saxo-phone, edition III“.

Harth startete weitere diverse Staedteaktivitaeten, gründete das "Shanghai Quintet" (Jun-Y Ciao, Xu Cheng, MaiMai, Yi Tao & A23H), premierte mit Torsten Mueller, Dylan Van Der Schyff und Mei Han als "Distant Relatives" in Vancouver und in Istanbul mit den Gruppen "konstruKt" und "Dead Country" um den Gitarristen Umut Caglar.
Von „7k Oaks“, live in Hasselt, Belgien, erschien die CD „Entelechy“ auf dem italienischen Label Die Schachtel zu ihrem Auftritt 2011 auf dem Festival International de Musique Actuelle de Victoriaville, Kanada. In Seoul fanden verschiedene Projekte mit Choi Sun Bae, Park Chang Soo und Dirk Fleischmann statt. Interviews in The Korea Herald u.a.

Anfang 2012 erschien bei Kendra Steiner Editions, USA, eine limitierte CD von "Gift Fig" mit Carl Stone, live in Frankfurt/Main und TokioHarth komponierte für die Ausstellung "Abstract Walking" (im Artsonje Center) der koreanischen Künstlerin Sora Kim und bearbeitete weitere Archivaufnahmen, die er in diesen Blog stellte: http://a23h-cdrs.blogspot.com/ . Im Oktober war Harth mit dem "Shanghai Quintet" auf Chinatour , sowie mit "Gift Fig" auf dem Festival "dotolimpic" in Seoul. Es erschienen die CDs "E.M.T. live in der Fabrik Hamburg 1973", auf SAJ und "Gestalt Et Death" zusammen mit der Istanbul'schen Gruppe Dead Country auf Al Maslakh in Beirut im Libanon.

Anfang 2013 erschien eine limitierte CD "The Expats live in Tokyo" mit Carl Stone, Uchihashi Kazuhisa, Samm Bennett und A23H auf Kendra Steiner Editions, San Antonio, USAAuf dem Label Re-Records / Hong Kong erschien die neue Solo-CD "As Yves Drew a Line.Estate". Konzerte + Video "Shark's Fin Noir" in Hong Kong/Macao mit Dennis Wong aka Sin:Ned, Kevin Pan, Alok Leung und Sherman Ho. 
Im Juni/Juli performte Harth mit Torsten Müller und Dylan Van Der Schyff als "Distant Relatives" auf dem Jazzfestival Vancouver, als "Pacific Rim Projekt" mit Torsten Muller während einer nordwestamerikanischen Tour, beide ausserdem auch mit Ted Byrnes und Ronit Kirchman in Los Angeles und mit "Grosse Abfahrt" (Tom Djll, Matt Ingalls, John Shiurba, Gino Robair, Polly Moller, Kyle Bruckmann) in San Francisco.
Im Juli ein Duoauftritt Harths mit Kang Tae Hwan - One Day Festival/Korea -, ein Duoauftritt mit dem neuseeländischen Vibraphonisten John Trevor Bell auf dem Paju Book City Festival/Korea.
Am 27. Juli war die Eröffnung der Ausstellung Real DMZ - zeitgleich mit dem 60. Jahrestag des Waffenstillstands zwischen Nord- und Südkorea - im Artsonje Center Seoul mit (u. a.) Harths Installation Dugout
Bei Kendra Steiner Editions, USA, wurde eine weitere limitierte A23H Solo-CD micro-saxo-phone, edition IV" herausgegeben Weiterhin erschien eine Cassiber box auf Recommended Records, UK. Harth bearbeitete sein Archiv - Fotos, Videos etc.

In 2014 gründete Harth zusammen mit Soonjoo Yi den (non-profit) Drawing Space Saalgoo, recherchierte in Gyonamdong, einem Abrissgelände in Seoul, war an einer Japantour beteiligt mit Chris Cutler, Yumi Hara und Yukie Sato, sowie an den Ausstellungen "pre-al@rm!" in Frankfurt, "Happyi Mistake" und "Universal Studios" im Seoul Museum of Art. Es erschien die limitierte CD "China Collectionbei Kendra Steiner Editions, USA. Mit Carl Stone zusammen spielte er als Duo Gift Fig und als Trio mit Kazuhisa Uchihashi auf dem Unyazi Festival in Johannesburg, in Cape Town und Stellenbosch in Südafrika. Beide gaben auch Lectures an dortigen Universitäten. Auf der Rückreise machte Harth Station in Dubai. Um Lindsay Coopers Musik zu zelebrieren, nahm Harth im November in einer Band aus den Gruppen Henry Cow, Music for Films, News from Babel und Oh Moscow teil, Konzerte im Barbican Centre, als Teil des London Jazz Festivals, im Lawrence Batley Theatre als Teil des Huddersfield Contemporary Music Festivals und im Teatro Diego Fabbri in Forli, Italien. 
Die CD "Five Eyes" mit Wolfgang Seidel und Nicole van den Plas (Gesang) wird auf moloko+ veröffentlicht.

2015 tourte Harth mit John Bell im Süden Südkoreas, wobei er in der Galerie SALT in Gwangju eine Installation aufbaute und bespielte. Das Duo nahm die CD "Camellia" für Kendra Steiner Editions auf. Dort erschien im Mai auch die CD "Stellenbosch" des Duo Gift Fig. Harth nahm an den Ausstellungen "Seongbukdong Art Village" und "Happyi Mistake 6" in Seoul teil. Im Sommer produzierte er zusammen mit Marcel Daemgen und Jörg Fischer die CD "Confucius Tarif Reduit" für Spore Print.
Irlandtour und Festivalkonzert in Moskau im Duo mit Kazuhisa Uchihashi. Projektgruppe "Hope" zusammen mit Chris Cutler, Kazuhisa Uchihashi und Mitsuru Nasuno fürs 46. Deutsche Jazzfestival Frankfurt/Main und Festival unlimited 29 in Wels. Konzerte in Berlin mit Kazuhisa Uchihashi, Elliott Sharp, Clayton Thomas, Fabrizio Spera und in Düsseldorf mit Christoph Korn, Timo Hein, Claas Morgenroth. Session recording in Weilburg mit Peter Stock, Kuno Wagner und Ingo Weiss.

In 2016 Studioarbeit zum Teil mit Archivmaterial - Audio & C30 Videos. Es erschien die CD Kompilation "KSE 10th Anniversary Album". Komposition für eine neue Sound Art Ausstellung "Songs From Knee To Chin" der koreanischen Künstlerin Sora Kim im Museum of Modern and Contemporary Art (MMCA), Korea. Gruppenausstellungen "Sengak Gagae" in der Seongbuk Little Gallery und im Seongbuk Young Art Museum, sowie eine Performance CAMPANULA mit John Bell im Drawing Space Saalgoo in Seoul.
Es erschien die Solo CD "Kepler 452b Editionbei Kendra Steiner Editions (KSE), die CD-Kompilation "A Taste Of Moloko Plus 1996 - 2006", die CD "Malcha" mit Wolfgang Seidel, Fabrizio Spera, Nicole van den Plas bei moloko+ und die CD "A23H's Berlin Ensembles" mit Kazuhisa Uchihashi, Elliott Sharp, Clayton Thomas, Fabrizio Spera bei KSE. Performance ShangShan Sounds mit dem "Shanghai Quintet" in der Power Station of Art in Shanghai
Moloko+ gab das Buch "MOONDADA" - Poetry, Prosa & Zeichnungen von A23H - heraus.

Februar 2017: Neuseeland Tour mit John Bell, Konzerte auch mit Mark Hewins, Phil Dadson, Chris O'Connor, Darren Hannah, David Donaldson, Anthony Donaldson, Tom Callwood und Jonny Marks. Tokiokonzerte mit Nicola L. Hein, Joshua Weitzel u.a. im Juli.
Konzert mit Ned Rothenberg und Kang Tae Hwan im Drawing Space Saalgoo.
Im September eine Hommage-Ausstellung/sound art installation zu Ehren Yun Isangs 100.Geburtstag im Drawing Space Saalgoo, sowie eine Ausstellungsbeteiligung Sengak Gagae III während des Seongbukdong Arts Common Festival. Weiteres Konzert mit Kang Tae Hwan im Drawing Space Saalgoo im Oktober. Die CD "Campanulamit John Bell erschien bei moloko+ mit umfangreichem Booklet, die CD "ShangShan/Stone Age Soundsmit dem "Shanghai Quintet" erschien bei KSE und eine LP-Kompilation "Aufbruch zu Kepler 452b" erschien bei Psych.KG 451.

2018:  Harths LP und CD Ausstellungen in Seoul und an der Akademie der Künste Berlin (über FMP), Konzert mit Axel Dörner und Nicola Hein in Seoul. Veröffentlichungen von "Laubhuette Productions, Side A" einer best-of compilation von Harths koreanischem print-on-demand label auf dem Shanghaier Label play rec und des Duoalbums "When the Future was Now" mit Gitarrist Nicola L. Hein auf KSE/USAKonzert mit Kang Tae Hwan und Kang Kwon Sun, Gruppenausstellung mit Seoul Drawing Club und Soloausstellung "18 years Creativeness in Corea" in Seoul. Gründung und Tour der neuen Gruppe "Revolver 23" (mit Nicola L.Hein / Marcel Daemgen / Joerg Fischer / A23H), Konzerte in Germany und auf dem Moscow festival Jazz in Autumn. Konzert in Torre Del Mar, Spanien, mit Mark Hewins und Santi Mabad. Performance mit Rémi Klemensiewicz am Nam June Paik Art Center : Random Access Project Vol. 3, Disbanding Tendency. Konzert mit "Porta Chiusa" - Paed Conca / Hans Koch / Michael Thieke und Jin Sangtae bei dotolim in Seoul.

2019: Filmportrait über den Lyriker Paulus Böhmer zusammen mit Gunter Deller. Remastering der CD "Sweet Paris" (1990) für ein Re-issue auf Moloko+ im Zuge einer Hörspielarbeit über Paris zusammen mit Peter Fey, im Auftrag des SWR2. CD "Kirschblüten mit verstecktem Sprengstoff" mit "Revolver 23" auf Moloko+Ausstellungsteilnahme "Seongbuk Documenta 6", Choi Manlin Museum, Seoul, mit einer Hommage an den Dichter Han Yong-un. Compilation Track Flugsand mit Text von Jürgen Ploog. Im November wird Harth Ehrenbürger von Seoul,  Performancefest Robinson Crusoe Gong im Drawing Space Saalgoo. Solo-Konzerte in Shenzhen, Guangzhou und Hong Kong. 50 Jahre Just Music LP mit Spiralcover (300 handgemachte Exemplare für das Münchner label ECM, Erscheinungsdatum Dezember 1969).




Alfred Harth's website

Ein Blog zur Zusammenarbeit mit Heiner Goebbels:
http://goebbelsharth.blogspot.com

Ein Blog zur Zusammenarbeit mit Otomo Yoshihide:
http://a23hoy.blogspot.com

20061218

Drittes Jahrzehnt des 21.Jhdts.

2020 

Doppel LP "Peking Oper" des Duo Goebbels/Harth + Ground Zero auf dem französischen Label Le Narthecophore. Covid-19-bedingte Pause öffentlicher Auftritte. Weitere Sichtungen und Schnitt von Video- und Audio-Archivmaterial. Neue Videos auf Youtube, zB zu ECM 50 - a recording history of "JUST MUSIC". Auf dem libanesischen Label Al Maslakh erscheint als Benefiz für die Opfer der 8/4 Katastrophe in Beirut das Album "Neowise" mit historischen Tracks zum Streamen/downloaden von "Gestalt et Jive" mit Steve Beresford, Ferdinand Richard, Peter Hollinger aus dem Jahr 1985. 
Zusammenarbeit mit den koreanischen MusikerInnen Sunjae Lee, Minki, Junyoung Song, Eunyoung Kim, Soojin Suh and Sangjun Ahn. Veröffentlichung einer CD "Laubhuette Productions, Side 1", zweite Hälfte einer best-of compilation von Harths koreanischem print-on-demand labelmit umfangreichem Booklet und Postkarten zeichnerischer Arbeiten von Yi Soonjoo, auf Moloko Plus 119, Germany. Teilnahme Korea Jazzfestival Alive! durch Videos mit Kang Tae Hwan, Kang Kwon Soon, Kihwa und Kim Hyo-sook.

2021

Harth veröffentlicht auf bandcamp aus seinem Archiv: das Live-Album "Who Shot The Rabbit?" des "Trio Trabant A Roma" mit Lindsay Cooper, Phil Minton & A23H, "Y NOT" von "The Punkjazz Group", das Hörstück "Memoria Eschatologica" von 1992, "Film und Theater Musik compi II""Sam Lang" 1985, "55 Quintets" mit Choi Sun Bae aus 2004.
Zusammen mit Dirk Wachtelaer entstehen die Video-kooperationen: "Verdunstender Tourismus", "A23H-Video-Interview", "23 cutup" und als graphic score "for Alfredmit Eunyoung Kim, Soojin Suh, Sangjun Ahn, Sunjae Lee und A23H. Die CD Compilation "Being On The Beat" mit einer Komposition "Flugsand", Text von Jürgen Ploog, erscheint auf Moloko Plus und ein Buch "Ersatzkunst" über die Frankfurter Kunstszene der Jahre 1975 - 85 mit einem Text von Harth.
Auf dem belgischen Label OFF veröffentlicht Harth zusammen mit Nicola L. Hein und Joshua Weitzel das Album "Schraubensuche in Tokio". Joshua Weitzel ist auch der "executive producer" einer Serie Chamäleon Verbindungen in Kassel, wofür eine Kooperation von Harth mit Massimo Magee - anstelle einer gemeinsamen Ausstellung, bedingt durch Covid 19 -, das Video "Quo Vadis - In For All Meals And The Rest" entsteht.
Ausstellungsbeteiligung Ersatzkunst in Frankfurt. Die Wüsten-Jahre 1975-1985, AusstellungsHalle Schulstraße 1A, Frankfurt/Main und "Taste Tribes" Konzert + A23H-Video mit Günter Müller, Hans Joachim Irmler, Wolfgang Seidel im HAU, Hebbel Theater Berlin, beides im September. Hörspiel "Sweet Paris Reloaded" mit Peter Fey und Texten von Wolf Pehlke für den SWR2, Sendetermin 2. Oktober.
Im Anschluß wird erstmalig das Hörstück "Transport eines nicht existenten Ortes", von Harth, ehemals im Jahr 1988 vorproduziert, im Funk gesendet.

Nach zwei Jahren Konzertpause wegen Covid-19 beschließt Harth, weitere öffentliche Auftritte mit seinen Blasinstrumenten in Zukunft nicht mehr anzustreben und schließt Ende 2021 auch das LaubhuetteStudio Moonsun, Zeit der "Entwöhnung" (Heiner Müller).


2022

Weitere Archivveröffentlichungen auf bandcamp: "Wenn Gott tot ist, dann ist er im Himmel" von 1989, "Axiom" von 1987, "Sin:Ned + Alfred 23 Harth live at LMA/Macao" von 2013, "Mette Rasmussen + Alfred 23 Harth live" von 2014,  "Reklame der Wirklichkeit" von 1982, "Superdeluxe 2000 - 2007", "Duo Goebbels/Harth Special", "Sax President", "Mother Of Pearl", "Hoerspiele 1987", "A Two Three Age" auf Frank Rothkamms bandcamp, sowie zwei Tracks von Discus Music aus den 90ern.
Bulgasari Special im Banjul Theatre, Seoul mit Silke Eberhard u.a.. Veröffentlichung einer Doppel CD "Sweet Paris (aus 1991, remastered) Sweet Paris Reloaded (Hörspiel aus 2021)" mit Peter Fey u.a. auf Moloko Plus 119 - von der SZ als Hörbuch des Monats November gekürt und auf der Bestenliste des hr im Dezember. Veröffentlichung einer Doppel LP "Out To Lunch" des Otomo Yoshihide's New Jazz Orchestra auf Aguirrerecords/Belgien. "Inseln von Dunkelheit, Inseln von Licht – Der Dichter Paulus Böhmer" - Portraitfilm von Gunter Deller mit Sound und Footage des Komponisten/Künstlers Alfred 23 Harth. Filmgespräch am 15.9. mit Regisseur Gunter Deller und Prof. Dr. Jan Röhnert, Literaturwissenschaftler, TU Braunschweig im ACUDkino Berlin, vorab auch in Weimar, Frankfurt/M etc. 
Die 2CD Compilation "Jazz From the 23rd Century" erscheint in den USA.


2023



Weitere Archivveröffentlichungen auf bandcamp: "HaLe PeAt - The Sudden Disappearance of Hale Bopp", hr Studioproduktion von 1998, "Foxfur" von 1973, "Honeymoon after first world marriage 1984", "tattoo" von 2000/2001, "Work is Love made Visible" von 1996, "Just like the crackles on vinyl, let's embrace life's imperfections together" von 1965/6, "Abstract Walking" von 2012, "Heteronyms" von 2007 und "Two Trios & One Quartet" von 1993, 1995, 1997.
Gespräch Imp(or)trait #9: A23H - Life Can Be a Gestalt in Time mit Mathias Maschat im Exploratorium, Berlin. Konzert mit Taste Tribes im ausland Berlin. Veröffentlichung der Taste Tribes CD "Nischen" auf Moloko Plus. Harth kuratiert die Ausstellung MayDayMayDayMayDay des koreanischen Malers Im Gook in der Seouler Yang Jeongwon Gallery.


2024

"Fermentalitäten" MixedMediaTalk bei Mayer49 in Frankfurt/M.
Weitere Archivveröffentlichung auf bandcamp: "New Thing 1968 - 1972"und "Frankfurt - Seoul via New York 1999 - 2004".
Vier Editionen "EMT 1973" auf Sven-Ake Johansson Bandcampsite. Festschrift-Artikel verfaßt zu Jürgen Ploogs 90. Geburtstag in 2025. An Kim Dae Hwan 20. Gedenkveranstaltung in Hofu, Japan, teilgenommen. Just Music erscheint mit einem Track auf einer 3CD Box von ADNrecords in Italien. Ausstellung "Germany_Harmony" in der 18-1 Galerie Busan. Drei kurze Videos erstellt: zu "Germany_Harmony", über"Moonsun" und nochmal zu "Just Music 67/8". Spezialveranstaltung "La Patte Fait Mal" mit Videodoku im Moss, Seoul, mit einer Premiere des Dojirak Orchestra, Duo mit Choi Sun Bae und Solos. Neuauflage von "Moondada". Ein Duo mit Kang Tae Hwan beim Minifestival "The Beginning" in der Sowol Art Hall, Seoul.


2025

Performance mit Architekt Cho Byoung-soo in seinem Earth House in Yangpyeong zu Ehren des Dichters Yun Dong-joo. Ausstellung "Koreality" bei Mayer49 in Frankfurt/M. Buch "Jürgen Ploog - West End" erscheint mit einem Beitrag von A23H. Jeju Studienreise mit Yi Soonjoo über Architekt Itami Jun. Reise nach Belgien, Ostende, um ehemalige E.M.T.-Mitspieler wieder zu treffen. Foto-Dokumentation von Yi Soonjoos ehemaliger Ausführung von Murals für Sol LeWitt in Frankfurt/Main am Sigmund-Freud-Institut und im Amtsgericht. Weiterer Tourreport auf flickr. ADN/ReR Italien veröffentlicht "Live in Rhein-Main.For Holli" von Gestalt et Jive als 2CD. 
Ausstellungsbeteiligung bei "Jazzklub" im Museum Angewandte Kunst (MAK Frankfurt/M).


2026

"CD Concert & Talk" mit & von A23H bei So Blue, Seoul. Radio portrait/play = über neun Stunden Audio-Walk-Tonaufnahmen für den DLF in Ffm mit Oliver Augst und Hanno Ehrler. Interview mit Peter Kemper für sein neues Buch.


Upcoming:  - Gedankenhotel 4.0 in der Gruppenausstellung FFMprojektionen bei                        Mayer49 in Frankfurt/M.
                    - Acousmonium bei Mudaeruk, Seoul.